Michael Schindhelm ist Autor, Kulturberater, Theaterintendant, Filmemacher und der Kurator für Dresdens Bewerbung zur europäischen Kulturhauptstadt 2025.

Zur Bewerbung Dresdens als europäische Kulturhauptstadt 2025 sagt Michael selbst: „Mein Ziel ist es, in dieser Bewerbung Dresden als Labor für einen neuen Kulturbegriff zu definieren. Ein Begriff, der die Kultur wieder in die Mitte der Gesellschaft und gesellschaftlicher Diskurse rückt. Dabei will ich vor allem zuerst den Menschen in Dresden zuhören, was sie bewegt, um daraus gemeinsam mit vielen anderen ein Bewerbungskonzept zu entwerfen, welches auch Bedeutung für Deutschland und ganz Europa entfalten kann“.

Im Kulturbereich hat Michael bereits zahlreiche Erfahrungen sammeln können. So war er in den Neunziger Jahren Theaterintendant an den Bühnen der Stadt Gera, am Theater Altenburg-Gera und am Theater Basel. Gleichzeitig fungierte er als Co-Präsident des Sinfonieorchester Basel und ab 2005 als Generaldirektor der Stiftung Oper in Berlin. Als Kulturmanager und -berater wirkte er in Dubai, China, Moskau und Zürich und war dabei an der Planung innovativer Kulturräume, wie dem West Kowloon Cultural District in Hongkong beteiligt.

Darüber hinaus ist Schindhelm seit 1990 als Schriftsteller, Librettist und Übersetzer (aus dem Russischen) tätig. Seit 2000 veröffentlichte er neun Romane und Sachbücher. Als Filmemacher drehte er beispielsweise zusammen mit Jörg Jeshel in der Wüste Gobi den Dokumentarfilm Lied der Steppe. Von 2004 bis 2006 führte Schindhelm im Schweizer Fernsehen den TV Talk der Salon.

Ursprünglich studierte Michael Quantenchemie und machte seinen Abschluss an der Staatliche Universität Woronesch (Russland). Von 1984 bis 1986 war er wissenschaftlicher Mitarbeiter am Zentralinstitut für physikalische Chemie der Akademie der Wissenschaften in Ost-Berlin. Dort arbeitete er in der Abteilung Theoretische Chemie, wo er sich mit der dort ebenfalls tätigen Angela Merkel das Büro teilte.