Bernhard Pörksen ist Professor für Medienwissenschaft an der Universität Tübingen und Autor.

Wissenschaftlich beschäftigt sich Bernhard intensiv mit dem Zusammenspiel von Medien, Politik und Gesellschaft und nimmt als Autor sehr aktiv an der gesellschaftlichen Debatte zum Thema Medien und Demokratie teil. Sein Fokus liegt dabei auf der Wirkung medialer Empörung und der allgegenwärtigen Inszenierung der Realität auf die Kommunikation und das gesellschaftliche Zusammenleben. Die digitalen Medien sieht er dabei in einer zweischneidigen Rolle mit großen Entwicklungsmöglichkeiten für die moderne Zivilisation aber gleichermaßen auch mit erheblichen Risiken. Der Umgang mit diesen Herausforderungen verlangt demnach nach neuen Kompetenzen jedes Einzelnen.

Zusammen mit Studenten der Universität Hamburg und Universität Tübingen hat Bernhard eine Reihe von Büchern veröffentlicht, die sich mit diesen aktuellen Medienthemen befassen. In seinem Buch “Die große Gereiztheit” prägt Bernhard den Begriff der “Empörungsdemokratie” in Zeiten digitaler Medien. In seinen Büchern, zahlreichen Artikeln und Diskussionsrunden fordert Bernhard eine Besinnung auf Wahrheitsgehalt, kritisches Denken und Transparenz von Information. Er gehört zu den Initiatoren der Charta der Digitalen Grundrechte der Europäischen Union.

Seinen Ruf auf die Professur für Medienwissenschaft an der Universität Tübingen erhielt Bernhard 2008 und wurde im gleichen Jahr bei einem bundesweiten Wettbewerb der Zeitschrift Unicum Beruf zum “Professor des Jahres” gewählt. Seine Promotion schloss er 1999 über Medien und die Sprache von Rechtsextremisten ab. Bernhard studierte Germanistik, Journalistik und Biologie in Hamburg.

Bernhard beschäftigt sich viel mit dem Thema Zuhören. Sein TEDx Vortrag in Tübingen über die zwei Arten des Zuhörens gibt euch einen direkten Eindruck von ihm und stimmt euch auf das Thema ein. Hier geht es zum Vortrag.