Myon und seine vier Zwillinge wurden am Neurorobotics Research Laboratory (NRL) im Team von Professor Manfred Hild konzpiert und gebaut.

Mit einer Körpergröße von 1,25 m ähnelt Myon nicht nur einem Schulkind, er hat auch einen ähnlichen Alltag: Myon muss alles selbst erlernen, vom Laufen bis zum Kommunizieren, vom Verstehen bis zum Unterrichten. Mit Myons Hilfe wollen Manfred Hild und sein Team besser verstehen, was Intelligenz ausmacht und wie sie entsteht.

Das besondere an Myon ist, dass er während dem Betrieb auseinandergebaut und wieder zusammengesetzt werden kann. Seine Körperteile sind voneinander unabhängig: sie besitzen alle ihre eigene Energieversorgung, Rechenleistung und neuronale Netzwerke, welche ein unabhängiges Arbeiten der einzelnen Gliedmaßen ermöglicht.

Myon’s Hülle / Äußeres wurde vom Designbüro Frackenpohl-Poulheim entworfen und von Bayer MaterialScience umgesetzt (siehe Kooperationen des NRL). Sein liebevoll gestaltetes Erscheinungsbild lässt Myon, im Gegensatz zu anderen sperrig wirkenden Robotern, freundlich und zugänglich erscheint.

Im Jahr 2015 spielte Myon die Hauptrolle in der Oper “My Square Lady” an der Komischen Oper Berlin. Da Myon immer noch etwas schüchtern auf der Bühne ist, wissen wir nicht genau, ob er etwas sagen möchte oder lieber singen oder tanzen will.