Gesine Marquardt ist Architektin und Professorin für Sozial- und Gesundheitsbauten an der TU Dresden sowie Leiterin der Emmy Noether-Gruppe “Architecture under demographic change” (“Architektur im demograpischen Wandel”).

Zusammen mit ihrer Arbeitsgruppe erforscht sie Wege, um das Umfeld für Menschen mit besonderen Bedürfnissen – wie beispielsweise Patienten in Krankenhäusern oder Menschen mit Demenz, die sich in Pflege befinden – angemessen zu gestalten. Eine derartige Umgebung sollte so eingerichtet werden, dass Menschen mit Behinderungen, ältere Menschen und Menschen mit unterschiedlichen sozialen und kulturellen Hintergründen sich leicht orientieren, miteinander interagieren und sich zugleich wohl fühlen können.

2001 war Gesine Marquardt Mitgründerin der “Cooperation_4 Architekten Dresden”, welche an unterschiedlichsten Designprojekten beteiligt ist, stets mit dem Ziel, ein gesundheitsförderndes und für Alle leicht zugängliches Umfeld zu schaffen. Sie kooperiert eng mit dem Bereich der Gesundheitspflege und verknüpft dadurch ihre Forschung mit den Bedürfnissen unserer Gesellschaft.

Ihre Promotion erfolgte 2007 an der Technischen Universität Dresden, nachdem sie in Stuttgart und New York City Architektur studiert hatte. Im gleichen Jahr wurde Gesine Marquardt mit dem Kurt-Beyer-Preis und dem Georg-Helm-Preis der TU Dresden ausgezeichnet, 2008 mit dem Deutschen Studienpreis der Körber-Stiftung. Forschungaufenthalte führten sie ans Johns Hopkins Memory and Alzheimer´s Treatment Center in Baltimore (Maryland/USA) und nach Stirling (GB).