März 12, 2016

RednerInnen

Die Rednerliste für die TEDxDresden 2016 ist jetzt vollständig. Falls du eine großartige Idee hast, die du teilen willst, schreibe uns gerne nächstes Jahr!

Liste der bestätigten RednerInnen:


Cathrine Gyldensted

Professoring für Konstruktiven Journalismus an der Windesheim Universität in the Niederlanden

Short bio

Cathrin_Gyldensted

In einer Welt, in der sich Medien auf negative Schlagzeilen, Skandale und Übertreibungen fokussieren, will der Konstruktive Journalismus durch positive und prospektive Psychologie sowie durch Moralpsychologie die konstruktiven Elemente des Journalismus in den Vordergrund stellen. Dabei informiert er einerseits über negative Ereignisse und Krisen, bietet aber auch Lösungsmöglichkeiten für diese Probleme an. Journalisten werden daran erinnert, dass sie als einflussreiche Meinungsmacher agieren, deshalb eine große Verantwortung tragen und entsprechend gut informiert und vielseitig berichten sollten. 2015 prägte Catherine in akademischen Kreisen den Begriff des Konstruktiven Journalismus (gemeinsam mit Karen McIntyre) und engagiert sich derzeit als weltweit erste Professoring für Konstruktiven Journalismus an der Windesheim University in den Niederlanden. Während sie das Konzept wissenschaftlich ausarbeitete und die Idee weltweit verbreitete, veröffentlichte Catherine außerdem zwei Bücher zum Konstruktiven Journalismus: “From Mirrors to Movers. Five Elements of Constructive Journalism” (2015) und “Handbook of Constructive Journalism” (2014 – auf dänisch).

Im Jahre 2011 gründete Catherine die Goldensted Group, welche Trainings und Workshops für professionelle Berichterstatter und Herausgeber aus der ganzen Welt veranstaltet. Zwischen 2000 und 2011 arbeitete sie als investigative Reporterin, Berichterstatterin, Radiomoderatorin und Produktionsleiterin bei der Danish Broadcasting Corporation und bei Radio24syv. Catherine studierte an der Danish School of Journalism in Aarhus Rundfunkwesen und Außenpolitik und besitzt einen Masterabschluss in angewandter Positiver Psychologie der University of Pennsylvania.

 


Felix Oldenburg

Generalsekretär Bundesverband Deutscher Stiftungen

Short bio

Felix_OldenburgSeit April dieses Jahres ist Felix Oldenburg Generalsekretär des Bundesverbands Deutscher Stiftungen, welcher über 4000 deutsche Stiftungen vereint. Der Bundesverband Deutscher Stiftungen vertritt die Interessen seiner Mitglieder und unterstützt weiterhin Initiativen für soziale Wohltätigkeit und Gemeinnützigkeit. In diesen Bereichen verleiht er außerdem viele angesehene Preise.

Zwischen 2009 und 2016 wirkte Felix als Europechef und Hauptgeschäftsführer für Deutschland bei Ashoka, der weltweit ersten und größten Vereinigung führender sozialer Unternehmer. Felix ist selbst ist Unternehmer an den Schnittstellen sozialer, geschäftlicher und politischer Sektoren. So führte er bei Ashoka mehrere nationale und internationale Programme ein, welche die Verbreitung und Wirkung sozialer Innovationen begünstigen. Dies geschieht, indem die Organisation als europaweite Community, bestehend aus Wirtschaftsführern und Wegbereitern in sozialen Bereichen, agiert.

Ehe Felix Ashoka beitrat, widmete er sich dem online-Unternehmertum und arbeitete für die Unternehmensberatung McKinsey&Company in London. Als Chef politischer Beratungstätigkeiten initiierte er Bürgergespräche für Regierungen und Stiftungen, u. a. die European Citizens’ Consultations in 27 Staaten.

Felix spricht zu Themen sozialen Unternehmertums, des Bürgerengagements und zu sozialer Verantwortung. Er studierte Philosophie an den Universitäten in Bonn, Oxford und Tübingen sowie Betriebspolitik in Washington DC (Georgetown).


Thorsten Strufe

Professor für Datenschutz und Datensicherheit an der Technischen Universität Dresden

Short bio

Strufe

Thorsten Strufe ist Professor für Datenschutz und Datensicherheit an der Technischen Universität Dresden, PI des Joint Research Centre HAEC und der Graduate School “RoSI” sowie führender Leiter des Resilience Path of the German Cluster of Excellence “cfaed”.

Seine Forschungsinteressen liegen in den Bereichen groß angelegter dezentraler Plattformen und in Sozialen Netzwerken, mit Schwerpunkten auf Privatsphäre und Stabilität. In letzter Zeit beschäftigte er sich v. a. mit der Analyse des Nutzerverhaltens und der Sicherheit in Sozialen Netzwerken. Hierbei untersuchte er Möglichkeiten um die Privatsphäre zu wahren und die Dienste Sozialer Netzwerke, v. a. durch Dezentralisierung, sicherer zu machen. In seiner Arbeit stellt er sich der Herausforderung wettbewerbsfähige, mobile Serviceleistungen zu entwickeln, ohne umfassende persönliche Informationen zu sammeln Dadurch soll die Privatsphäre der Nutzer respektiert werden.

Von 2009 bis 2014 war Thorsten Professor des Peer-to-Peer-Netzwerks an der Technischen Universität Darmstadt und 2011 Gastprofessor für Dependable Distributed Systems an der Universität Mannheim. Zuvor arbeitete er als Forscher bei EURECOM, wo er sich gemeinsam mit Refik Molva mit Fragen der Sicherheit beschäftigte. Hier legte er einen speziellen Fokus auf Soziale Netzwerke und war Postdoc an der Technischen Universität Ilmenau, wo er an stabilen Netzwerktechnologien arbeitete. 2007 bekam er an der Technischen Universität Ilmenau den Titel des PhD verliehen. In seiner Abschlussarbeit beschäftigte er sich mit dem Erstellen netzwerkeffizienter überlappender Strukturen für Multimedia-Streaming, um diese resistent gegen Störungen an Knotenpunkten und gegen DoS-Angriffe zu machen..


Rick Wolthusen

Mitgründer von On The Move e.V.

Short bio

Rick WolthusenRick Wolthusen befindet sich momentan im letzten Jahr seines Medizinstudiums an der Technischen Universität Dresden. Wärhrend des Studiums reiste er für klinische Praktika mehrmals nach Afrika. 2013 gründete er gemeinsam mit einem Freund die deutsche NGO On The Move e.V.

Diese Organisation widmet sich Freiwilligenprogrammen, Fundraising-Kampagnen für medizinische Institutionen und Schulen sowie Initiativen zum Thema Brain Awareness in afrikanischen Ländern ebenso wie in Deutschland. Hierbei wird ein neuer Ansatz genutzt um durch Brain Awareness mentale Krankheiten zu reduzieren, indem man die Gesellschaft darüber aufklärt, dass das Gehirn einen bedeutenden Teil der Persönlichkeit eines Menschen ausmacht („The brain is what makes you YOU“). Da sich On The Move e.V. für Nachhaltigkeit engagiert, arbeitet der Verein mit lokalen Institutionen zusammen und lässt fruchtbringende Partnerschaften zwischen allen Beteiligten entstehen.

Rick interessiert sich außerdem sehr für psychiatrische Forschungsansätze in den Bereichen Genetik, Bildgebung im Gehirn, Schizophrenie und geistige Gesundheit. So verknüpft er seine eigene wissenschaftliche Ader mit den Programmen der NGO. Für die Arbeit in seiner NGO und seine Forschungen an der Harvard Medical School/Massachusetts General Hospital, MA, USA erhielt er bereits mehrere Auszeichnungen..

Mehr Infos zu On The Move gibt es hier .


Joachim Scharloth

Professor für Angewandte Linguistik an der Technischen Universität Dresden

Short bio

Joachim Scharloth

Joachim Scharloth ist Professor für Angewandte Linguistik im Bereich Germanistische Sprachwissenschaft an der Technischen Universität Dresden.

Ziel seiner Forschung ist es, linguistische Theorien und Methoden zur Analyse und zum Verständnis von Kultur und Gesellschaft zu verwenden. Seine aktuelle Forschung beschäftigt sich damit, neue datengeleitete Methoden in der Korpus- und Computerlinguistik zu entwickeln und diese auf die Analyse von öffentlichem Diskurs und Sprache in der Politik anzuwenden. Mit seiner eigenen Software hat er Berechnungsmethoden entwickelt, um historische sprachliche Umschwünge/ Wendepunkte/sprachliche Veränderungen und Erzählmuster in großen Textkorpora/-bausteinen zu identifizieren. Vor allem ist Joachim auch an der Frage interessiert, wie Sprache in der Politik dazu beiträgt, eine Realität zu erschaffen, die bestimmte politische Maßnahmen rechtfertigt, andere hingegen als unvernünftig klassifiziert.

Darüber hinaus hat er Konferenzen über Informations- und Forschungsethik im digitalen Zeitalter mitorganisiert und betrachtet, sowohl als Redner wie auch auf seinem Blog “Surveillance and Security”, den Einfluss neuer Technologien auf das Leben von Individuen und auf die Gesellschaft in ihrer Gesamtheit sehr kritisch.

In den Jahren 2000-2002 war Joachim Promotionsstipendiat des DFG-Graduiertenkollegs “Dynamik von Substandardvarietäten” an den Universitäten Heidelberg und Mannheim. Seine Promotion erfolgte 2002 im Fach Germanistik. Im gleichen Jahr wurde er wissenschaftlicher Assistent an der Universität Zürich (Schweiz), wo 2008 seine Habilitation erfolgte. Nach zwei Gastprofessuren an den Universitäten Freiburg im Breisgau (2008-2009) und Zürich (2009-2010) folgte er 2010 dem Ruf auf eine Professur an der Dokkyo Universität in Tokyo. 2012 nahm er schließlich den Ruf auf eine Professur an der Technischen Universität Dresden wahr.


Jan Dirk Capelle

Leiter der Öffentlichkeitsarbeit bei Raising for Effective Giving

Short bio

Jan Dirk Capelle

Wie können wir das Bestmögliche tun, wenn uns nur eine begrenzte Menge an Zeit, Geld und anderen Ressourcen zur Verfügung steht? Das ist die Kernfrage, welche die Bewegung des Effektiven Altruismus (EA) zu beantworten sucht. Indem sie wissenschaftliche Evidenz und rationale Entscheidungsfindung verwenden, versuchen effektive Altruisten herauszufinden, wie sie Leiden und vorzeitigen Tod für so viele Individuen als möglich verhindern können. Somit verknüpfen sie im Rahmen ihrer Arbeit “Herz” und “Verstand”.

Als Leiter der Öffentlichkeitsarbeit von Raising for Effective Giving (REG) wendet Jan Dirk Capelle dieses Konzept auf die Philanthropie an. REG ist ein Projekt der Stiftung für Effektiven Altruismus in Berlin und unterstützt Menschen – beispielsweise in den Branchen des Poker oder des Finanzwesens – , die sich dazu verpflichten, einen bestimmten Anteil ihres Einkommens an besonders erfolgreiche Wohltätigkeitsverbände zu spenden. Er berät Experten dabei, wie sie in einem Bereich, der ihnen besonders wichtig ist, einen möglichst großen Nutzen aus ihrem Geld ziehen können. Außerdem hält er Vorträge und gibt Workshops für junge Menschen, die ihre Karriere nutzen möchten, um Gutes zu bewirken.

Jan hat Philosophie, Neurowissenschaft und Kognitionswissenschaft in Magdeburg und Osnabrück studiert und sich auf die Psychologie der rationalen Entscheidungsfindung spezialisiert. Er hat an verschiedenen Forschungsinstituten gearbeitet, darunter das Max-Planck-Institut für Bildungsforschung in Berlin, sowie bei dem Beratungsunternehmen “nextpractice” in Bremen. Darüber hinaus war er Präsident und Vorstandsmitglied in zwei Debattier-Vereinen und half als Vorsitzender für Finanzen und Buchhaltung bei der Organisation der World Universities Debating Championship Berlin 2013.


Gesine Marquardt

Professorin für Sozial- und Gesundheitsbauten an der Technischen Universität Dresden

Short bio

Gesine Marquardt

Gesine Marquardt ist Architektin und Professorin für Sozial- und Gesundheitsbauten an der TU Dresden sowie Leiterin der Emmy Noether-Gruppe “Architecture under demographic change” (“Architektur im demograpischen Wandel”).

Zusammen mit ihrer Arbeitsgruppe erforscht sie Wege, um das Umfeld für Menschen mit besonderen Bedürfnissen – wie beispielsweise Patienten in Krankenhäusern oder Menschen mit Demenz, die sich in Pflege befinden – angemessen zu gestalten. Eine derartige Umgebung sollte so eingerichtet werden, dass Menschen mit Behinderungen, ältere Menschen und Menschen mit unterschiedlichen sozialen und kulturellen Hintergründen sich leicht orientieren, miteinander interagieren und sich zugleich wohl fühlen können.

2001 war Gesine Marquardt Mitgründerin der “Cooperation_4 Architekten Dresden”, welche an unterschiedlichsten Designprojekten beteiligt ist, stets mit dem Ziel, ein gesundheitsförderndes und für Alle leicht zugängliches Umfeld zu schaffen. Sie kooperiert eng mit dem Bereich der Gesundheitspflege und verknüpft dadurch ihre Forschung mit den Bedürfnissen unserer Gesellschaft.

Ihre Promotion erfolgte 2007 an der Technischen Universität Dresden, nachdem sie in Stuttgart und New York City Architektur studiert hatte. Im gleichen Jahr wurde Gesine Marquardt mit dem Kurt-Beyer-Preis und dem Georg-Helm-Preis der TU Dresden ausgezeichnet, 2008 mit dem Deutschen Studienpreis der Körber-Stiftung. Forschungaufenthalte führten sie ans Johns Hopkins Memory and Alzheimer´s Treatment Center in Baltimore (Maryland/USA) und nach Stirling (GB).


Friedemann Brause and Mandy Merker

Projektleiter von „Hier. Bewegen. Wir!“ der Aktion Zivilcourage e.V.

Short bio

Mandy Merker und Friedermann BrauseFriedemann Brause und Mandy Merker arbeiten bei der Aktion Zivilcourage e.V.

Im ländlichen Raum der Sächsischen Schweiz widmen sie sich seit 2015 der Beteiligung junger Menschen.
Mandy verfügt über langjährige Erfahrung als Sozialpädagogin und Prozessbegleiterin, auch im Bereich der Erlebnispädagogik. Friedemann ist Politikwissenschaftler und war längere Zeit in der politischen Bildung tätig. Beide vereint der Wunsch, die Stimme junger Menschen in der Region hörbar zu machen. „Beteiligung heißt für uns, junge Menschen von Anfang an mit in die Planung einzubeziehen. Wir fragen junge Menschen, was sie in ihrer Heimat anstoßen und wie sie sich engagieren möchten.“

Doch damit die Beteiligung von jungen Menschen funktioniert braucht es auch die Offenheit und den Mut der Erwachsenen, sich neuen Herangehensweisen und Meinungen der Jugendlichen zu stellen. Die Aktion Zivilcourage e. V. ist in der Bildungs- und Beratungsarbeit tätig. Mit Engagement und Kompetenz setzt sich der Verein überparteilich und in einem breiten Netzwerk für die Stärkung der demokratischen Kultur in Sachsen ein. Als Plattform und Anlaufstelle unterstützt er Menschen in ihrem Engagement. Die Projekte des Vereins richten sich an Menschen aller Altersgruppen. Der Verein arbeitet partnerschaftlich mit vielen staatlichen und nichtstaatlichen Institutionen, Organisationen und Privatpersonen zusammen.

Zivilcourage heißt, aufzustehen, wenn andere Menschen bedroht werden, sich zu Wort zu melden bei Ungerechtigkeiten. Sei es unter Freunden oder in der Straßenbahn. In ihrem Vortrag stellen Mandy und Friedemann die Rolle von Zivilcourage in gesellschaftlichen Prozessen vor. Zivilcourage ist gerade heute ein wesentlicher Faktor, um unsere Gesellschaft widerstands- und anpassungsfähiger zu gestalten.


Norbert Rost

Leiter des Projekts “Zukunftsstadt Dresden” und des Dresdner Büros für postfossile Regionalentwicklung

Short bio

Norbert Rost

Ähnlich der “Transition-Town”–Bewegung (“Stadt im Wandel”) möchte der Wettbewerb “Zukunftsstadt” des Bundesministeriums für Bildung und Forschung die Vision einer nachhaltigen Stadt entwickeln und fördern. In diesem Rahmen wurden die Dresdner Bürger 2015/16 zu 24 Workshops eingeladen, in denen sie das Bild einer Stadt entwickelten und diskutierten, in der sie zukünftig (2030+) leben möchten. Unter dem Motto “Agiere lokal – denke global” ging es um Themen wie beispielswiese Energiesicherheit, Beteiligung der Öffentlichkeit und kulturelle Offenheit. Norbert Rost und sein Team sammelten und präsentierten die gewonnenen Ideen und qualifizierten sich so für die zweite Phase des Wettbewerbs “Zukunftsstadt”.

Als Leiter des Büros für postfossile Regionalentwicklung unterstützen Norbert und seine Kollegen Kommunen und Unternehmen auf ihrem Weg hin zu einer kohlenstoffarmen und auf erneuerbaren Energien basierenden Gesellschaft – stellt doch die Energiewende nicht nur eine technologische, sondern auch eine kulturelle Veränderung dar.

Norbert ist darüber hinaus Mitgründer des Vereins Elbtaler e.V., welcher die Regionalwährung Elbtaler eingeführt hat, um eine regional orientierte Wirtschaft zu fördern. Folglich wird die lokale Wirtschaft gestärkt und unterstützt und im Gegenzug werden ökonomische Risiken minimiert und die Verschwendung von Ressourcen reduziert.

Norbert studierte Wirtschaftsinformatik an der TU Dresden. In seiner Diplomarbeit analysierte er systemische Risiken des Finanzsystems, vier Jahre vor dem Ausbruch der weltweiten Finanzkrise 2008.


Sarah Rosenthal and Julia Karnahl

Sarah Rosenthal und Julia Karnahl sind CEO und freiwillige Mitarbeiterin bei Start with a Friend.

Short bio

Sarah Rosenthal and Julia Karnahl

Sarah Rosenthal (oben) ist Mitgründerin und Geschäftsführerin von “Start with a Friend”, einer Organisation, die Flüchtlinge und Locals in ganz Deutschland zusammenbringt.

Bereits während ihres Studiums der Wirtschaftwissenschaften an der Humboldt-Universität zu Berlin spezialisierte sich Sarah auf Integrationspolitik. In ihrer Diplomarbeit analysierte sie die Chancen- und Bildungs(un)gleichheit von Immigranten im deutschen Bildungssystem.

Zusammen mit einer Gruppe von Freunden gründete Sarah 2014 das Tandem-Projekt “Start with a Friend”. Mit ihrem gemeinsamen Wissen über Asylpolitik und soziale Integration wollten sie ein Projekt ins Leben rufen, welches längerfristigen Kontakt und Austausch zwischen Flüchtlingen und Einheimischen ermöglicht. Die Idee besteht darin, Flüchtlinge und Einheimische in Tandems zusammenzubringen, basierend auf einem individuellen Interessens- und Hintergrundprofil. Gleichzeitig ermöglicht “Start with a Friend” Einheimischen mit wenig Zeit, sich dennoch in einem erfolgreichen Integrationsprojekt zu engagieren. Über die Tandems hinaus kommen Flüchtlinge und Einheimische regelmäßig für zahlreiche Veranstaltungen in ihren Gemeinden und Städten zusammen und beteiligen sich an gemeinsamen Aktivitäten.

“Start with a Friend” ist zur Zeit in acht deutschen Städten aktiv. Im Juni 2016 startete das Projekt auch in Dresden – hier gehört Julia Karnahl (unten) mit zum Projektteam. Neben ihrer Arbeit als Redakteurin in dem Verlag “jungvornweg” mit Sitz in Dresden, in der sie ihren Fokus auf Bildungsprojekte richtet, hat Julia Karnahl bereits in verschiedenen Projekten für Freiwillige gearbeitet und geholfen, “Start with a Friend” in Dresden zu etablieren.

Bisher hat “Start with a Friend” über 700 Tandems aus Einheimischen und Flüchtlingen zusammengeführt (Stand Juli 2016). Dafür erhielt “Start with a Friend” zahlreiche Auszeichnungen wie den “startsocial-award” und die Auszeichnung der Initiative “Deutschland. Land der Ideen”.